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150.000 Abonnenten

„Süddeutsche Zeitung“ verdoppelt Digital-Abos innerhalb eines Jahres

Foto: Christine Roth

Die „Süddeutsche Zeitung“ erreichte im August 2020 zum ersten Mal 150.000 Digital-Abonnenten. Damit hat sich die Zahl der verkauften „SZ“-Plus-Abonnements laut eigenen Angaben innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Die nun erreichte Zielvorgabe ist Teil der von der SWMH forcierten Digitalisierungs-Offensive.

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Die SZ hatte im November vergangenen Jahres eine differenzierte Angebotsstruktur für den digitalen Zugang eingeführt. Dieser zeigt nun Wirkung, wie die Zeitung am Donnerstag mitteilt. Johannes Hauner, Mitglied der Geschäftsleitung der Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH: „Vergangenen Herbst haben wir uns mit dem neuen Abo-Portfolio strategisch neu positioniert. Unser Ziel war es, 2020 deutlich zu wachsen. Vorgenommen haben wir uns die 150.000 bis Ende des Jahres – dass wir sie jetzt schon erreicht haben, freut uns sehr.“

Probe-Abos zu Bezahl-Abos

In den vergangenen Monaten lag die Zahl der Probe-Abonnements demnach im fünfstelligen Bereich. „Diese Probe-Abonnements, von denen wir mehr als die Hälfte in bezahlte Abos umwandeln, zählen zu den 150.000 noch nicht mit dazu. Die hohe Zahl zeigt, dass wir weiter sehr dynamisch wachsen werden“, so Hauner weiter.

Judith Wittwer, Co-Chefredakteurin der SZ: „Wir freuen uns, dass immer mehr Leserinnen und Leser unsere vielfältige und qualitativ hochstehende digitale Publizistik entdecken, schätzen und nicht mehr missen möchten. Die Redaktion ist bestrebt, ihre Formate, Erzählweisen und Recherchemethoden permanent weiterzuentwickeln und so für Digital-Abonnentinnen und -Abonnenten noch attraktiver zu werden. Zum Erfolg trägt sicher auch ein enger Austausch zwischen Redaktion und Verlag bei.“

Kluft zwischen Print und Online

Christian Wegner, Vorstandsvorsitzender der SWMH, ist derzeit bemüht, die Digitalisierung des Verlags und damit auch der SZ voranzutreiben. Problematisch gestaltet sich laut Insidern nach wie vor jedoch das Verhältnis zwischen Print- und Online-Redaktion der Süddeutschen Zeitung. Auch das jüngst veröffentliche SZ-Thesen-Papier zur digitalen Transformation wirkte dabei eher uninspiriert (siehe Kommentar). Die SWMH will bis 2023 über 30 Prozent des Umsatzes aus digitalen Produkten generieren. Ein erster, wichtiger Schritt – so wirkt es – ist nun getan.

bek

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