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Interne Quellen

Gerüchte um Runge-Personalie beim Berliner Verlag

Bernd Runge – Foto: Imago

Bernd Runge steht offenbar vor einem bedeutenden Karriereschritt beim Berliner Verlag. Das erfuhr MEEDIA aus internen Quellen.

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Einer dieser Quellen zufolge soll der ehemalige Verlagschef von Condé Nast diese Rolle künftig auch beim Berliner Verlag übernehmen – womöglich unter der Stellenbezeichnung CEO. Auch wenn diese Rolle letztlich nicht erhärtet werden konnte, bestätigten doch weitere Insider MEEDIA, dass Runge wohl für einen hohen Verlagsposten im Haus gehandelt werde. Eine diesbezügliche Anfrage ließ der Verlag unbeantwortet.

Die Personalie, die dem Vernehmen nach am Montag der Belegschaft verkündet werden soll, käme demnach für Teile des Hauses nicht allzu überraschend: Dem Flurfunk zufolge wird dieser Schritt durchaus erwartet. Dem geht voraus, dass Runge Ende September vom Verleger Holger Friedrich zu einem Workshop von Berliner Zeitung und Berliner Kurier eingeladen worden war. Seitdem waren Gerüchte über die Übernahme einer Führungsposition im Umlauf. Dem Vernehmen nach sei Runge auch diese Woche wieder im Verlagshaus in Berlin gewesen.

Pikant an der Sache ist, dass der Berliner Verlag mit Runge zwar einen ausgewiesenen Medienfachmann bekäme – aber auch einen mit Stasivergangenheit. Nachdem bereits Verleger Friedrich mit einem verheimlichten Stasi-Kapitel in seiner Biografie für eine schwere Belastung sorgte, wäre Runge in dieser Hinsicht eine weitere Hypothek.

Der Verlag hat turbulente Zeiten hinter sich: Nach der Enthüllung der Stasi-Vergangenheit des neuen Besitzers Ende letzten Jahres kam das Haus nur schwerlich zur Ruhe. So gab etwa der Stern-Chefredakteur Michael Maier nach nur rund acht Monaten sein Amt als Vorsitzender der Geschäftsführung auf und fungiert seitdem als Herausgeber. Auch an der Spitze der Chefredaktion gab es viel Bewegung: Matthias Thieme, vorher Chefredakteur der Frankfurter Neuen Presse, benannte Friedrich im Februar zum neuen Chefredakteur für die Digital-Ausgabe der Berliner Zeitung und aller Titel des Berliner Verlags. Die bisherigen Chefredakteure Jochen Arntz („Berliner Zeitung“) und Elmar Jehn („Berliner Kurier“) haben das Unternehmen verlassen. Nach nur drei Wochen trat dann auch Thieme als Chefredakteur zurück (MEEDIA berichtete).

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