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Brinkert Lück übernimmt Kampagne für Lauterbach-Ministerium

Raphael Brinkert, Gründer der Agentur Brinkert Lück Creatives, hat hier und da gesagt, wie gern er Kommunikation für das Bundesgesundheitsministerium machen würde. Neukundenwünsche haben Agenturchefs ja viele, Brinkert hat sich diesen nun erfüllt. Von ihm kommt die neue Corona-Kampagne für das Ministerium.

Reiner Kepler14.10.2022 09:44
Die Agentur Brinkert Lück Creatives macht fürs Gesundheitsministerium die neue Impf-Kampagne –
Die Agentur Brinkert Lück Creatives macht fürs Gesundheitsministerium die neue Impf-Kampagne – Foto: Brinkert Lück

Mit 84 Testimonials aus Deutschland wirbt das Lauterbach-Ministerium in einer neuen bundesweiten Kampagne dafür, sich im Herbst und Winter vor dem Coronavirus zu schützen, meldet Brinkert Lück Creatives. Ziel der Kampagne sei, auf die neuen Impfstoffe aufmerksam zu machen und gute Gründe anzuführen, jetzt den eigenen Impfschutz zu überprüfen und zu aktualisieren. Gezeigt werden in der Kampagne „Menschen unterschiedlicher Herkunft aus dem gesamten Bundesgebiet mit ihren persönlichen Geschichten“. Sie sollen stellvertretend für „eine große Mehrheit“ der Menschen stehen, die sich aus Erfahrung mit und aus Sorge vor Corona für den Schutz aussprechen.

So ist Brinkert Lück bei der Kampagne vorgegangen
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Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die Kampagne zusammen mit der Autorin Margarete Stokowski vorgstellt, die selbst im Januar 2022 an Corona erkrankt ist und seitdem an Long Covid leidet. Lauterbach sagte bei der Vorstellung bei der Bundespressekonferenz: „Diese Kampagne ist mehr als ein Aufruf zur Impfung. Sie macht bewusst, dass Pandemie nicht nur Statistik ist, sondern vielmehr eine Summe von Einzelschicksalen. 84 Bürgerinnen und Bürger gehen stellvertretend für 84 Millionen Menschen in Deutschland mit gutem Beispiel voran und schützen sich vor der Pandemie – indem sie ihren Impfschutz aktuell halten, Masken tragen, aufeinander Rücksicht nehmen. Wir haben auch dank der angepassten Impfstoffe alle Möglichkeiten, um gut über diesen Winter zu kommen. Wir sollten sie nutzen.“

Karl Lauterbach stellt zusammen mit Margarete Stokowski die neue Impf-Kampagne der Regierung vor:

Auf der Bundespressekonferenz erläuterte der Minister weiter, dass das Media-Budget für die Kampagne bei 32 Millionen Euro liege. Die kreative Entwicklung, die vom Bundesgesundheitsministerium, aber im Wesentlichen "von der Agentur Brinkert Lück und von Herrn Brinkert selbst entwickelt worden ist, das hat noch einmal 700.000 Euro gekostet". Das wären knapp 40 Cent pro Bundesbürger, so der Gesundheitsminister bei der Vorstellung der Kampagne.

Lauterbachs Ministerium wählte zusammen mit der Hamburger Agentur die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Kampagne aus und interviewte sie. Ihre Geschichten sollen einen Querschnitt der Bevölkerung abbilden. Jeden Tag wird ein neuer Beispiel-Fall gezeigt – 84 Tage lang ab dem 14. Oktober. Illustriert werden unterschiedliche Gründe, sich zu schützen: die Angst vor einer Infektion, die Erfahrung mit einem schweren Verlauf, die wiederholte Ansteckung, Long Covid, die Enkelkinder, der Beruf. Die Motive sind deutschlandweit in TV und Radio sowie auf digitalen Plakatflächen und in den sozialen Netzwerken zu sehen.

Agentur-Chef Brinkert: Appell ohne Belehrung

Brinkert sagt: „84 Vorbilder aus der Bevölkerung, die 84 Tage lang 84 gute Gründe liefern, warum es wichtig ist, seinen Corona-Schutz aktuell zu halten. Die erstmals von uns konzipierte Corona-Kampagne setzt auf einfache Handy- und Kamera-Aufnahmen und appelliert an das eigene Schutzbedürfnis, ohne belehrend zu sein. Und sie zeigt auf, wie vielfältig die Pandemie uns bis heute im Alltag beschäftigt.“

Bisher entstanden die Corona-Kampagnen des Ministeriums bei Scholz & Friends. Auch die letzte große Kampagne, die Anfang des Jahres startete (MEEDIA berichtete). Eine MEEDIA-Anfrage, wie die aktuelle Rolle der WPP-Agentur aussieht, hat das Bundesgesundheitsministerium nicht beantwortet.

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