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"Hysterie hat einen Namen": Jakob Augstein und Nikolaus Blome spielen Carpool-Karaoke

Denkt man an Jakob Augstein und Nikolaus Blome, fällt einem schnell das Sprichwort "Gegensätze ziehen sich an" ein. Der linke Freitag-Verleger und der konservative Bild-Politik-Chef haben die intellektuelle Kabblei in ihrem Phoenix-Format "Augstein und Blome" zur Kunstform erhoben. Jetzt haben sie auch ein gemeinsames Buch gemacht und spielen für die PR eine ganz eigene Variante von "Carpool-Karaoke".

redaktion05.02.2019 11:14
Streiten statt singen: Nikolaus Blome (l.) und Jakob Augstein
Streiten statt singen: Nikolaus Blome (l.) und Jakob Augstein © Twitter/DVA Verlag

"Hysterie trägt einen Namen", witzelt Augstein. Sie heißt Nikolaus Blome und ist Beifahrer des Freitag-Herausgebers. Die beiden Journalisten, die sich sonst im Phoenix-Studio gegenüberstehen und über politische Fragen streiten, haben sich gemeinsam in ein Auto gesetzt – nicht um zu streiten, sondern um zu singen. Oder für beides.

Dem internationalen Vorbild der "Carpool Karaoke", in dem der Komiker James Corden Top-Stars für ein Ständchen im Auto begrüßt, nachempfunden, machen sie Berlins Straßen unsicher – alles zu Promo-Zwecken für ein neues Buch, das sie Ende Februar vorstellen wollen.

Am 25.2. erscheint #obenundunten, das neue Buch von Jakob @Augstein und @NikolausBlome bei DVA. Hier der erste Buchtrailer dazu im #CarpoolKaraoke style. Buchpremiere ist am 24.2. um 12 Uhr im "Tipi am Kanzleramt". Zusammen mit @radioeins pic.twitter.com/12l8Q2d55U

— DVAOnline (@DVAVerlag) February 4, 2019

Gesungen wird aber nur kurz, und zwar "El Pueblo Unido Jamas Sera Vencido" ("Das vereinte Volk wird niemals besiegt werden"), ein chilenischer Widerstandssong gegen die Militärdiktatur in den siebziger Jahren. Dafür wird mehr gestritten.

Die Spitzen, mit denen sich vor allem Blome nicht zurückhält, verraten etwas über den Inhalt des Buches: "Warum ist das kein Ferrari, wie sie sonst fahren?"; "Die Vermögenden, die Reichen, die etwas erben und vererben, sind doch aus Ihrer Sicht die Bösen? Zerreissen das Land von oben bis unten?"; "Wäre es eine Möglichkeit, dass Sie das, was Sie an Erbschaftssteuer hätten zahlen müssen, an mich zahlen?" – eine Anspielungen auf Augsteins Erbe als Hinterbliebener des Spiegel-Gründers Rudolf Augstein. Immerhin erklärt Augstein: "Die Erbschaftssteuer, die ich zahlen musste, ist doch lächerlich gering!"

Das Buch der beiden heißt "Oben und unten" und erscheint am 25. Februar.

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