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Marketing

Procter & Gamble übernimmt wieder die Spitze

Der FMCG-Riese Procter & Gamble ist wieder weltgrößter Werber. Mit 11,5 Milliarden Dollar gaben die Amerikaner im abgelaufenen Geschäftsjahr 15 Prozent ihres Umsatzes für Mediapräsenz aus. Zeitgleich haben Digitalgiganten wie Amazon, Netflix und Alphabet Budgets zurückgefahren.

Frank Puscher16.08.2021 09:20
Die Menschen kaufen wieder mehr im stationären Handel und Procter & Gamble profitiert - Foto: Imago / LevxRadin
Die Menschen kaufen wieder mehr im stationären Handel und Procter & Gamble profitiert - Foto: Imago / LevxRadin

„Seit es unser Ranking der größten Werbespender gibt, war Procter & Gamble nur zwei Mal nicht an der Spitze“. Das berichtet der Branchendienst „Ad Age“. Seit 1987 bilanzieren die Amerikaner die Werbeausgaben der großen Konsumgüter- und Digitalunternehmen.

11.5 Milliarden US-Dollar hat die Ariel-Mutter im abgelaufenen Geschäftsjahr in Werbung investiert. Das Fiskaljahr endete am 30. Juni. Insgesamt scheint sich der Aufwand ausgezahlt zu haben. 76,1 Milliarden Dollar Umsatz bilanziert der Konzern. Das bedeutet ein Wachstum von etwa drei Prozent zum Vorjahr. Die Werbeausgaben nehmen folglich einen Anteil von 15 Prozent des Umsatzes ein.

So viel haben Netflix, Facebook und Co. für Werbung ausgegeben

Procter & Gamble übernahm die Spitze von Amazon. Das Bezos-Unternehmen schloss das Fiskaljahr 2020 bereits im letzten Dezember ab und berichtete einen Rekordumsatz von 386 Milliarden Dollar. Die Werbeausgaben im gleichen Zeitraum betrugen „nur“ 10,9 Milliarden Dollar, wie „Ad Age“ berichtet. Das sind also 2,9 Prozent vom Umsatz. Allerdings leidet Amazon aktuell unter einem Rückgang der Corona-Sonderkonjunktur. Im zweiten Quartal 2021 wuchs der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr „nur“ um 26 Prozent, in den USA sogar nur um 22 Prozent. Der Gewinn stieg allerdings im 50 Prozent. Dennoch reagierte die Börse kritisch und schickte den Aktienkurs um bis zu zehn Prozent in den Keller.

Amazon hatte die Werbeausgaben von 2019 auf 2020 annähernd konstant gehalten (2019: 11 Milliarden Dollar). Alphabet hat dagegen deutlich an der Kostenschraube gedreht und die Werbeausgaben von 6,8 auf 5,4 Milliarden reduziert (-22 Prozent). Netflix bremste um etwa ein Viertel von 1,9 auf 1,4 Milliarden Dollar. Facebook steigerte die eigenen Werbeausgaben dagegen um 46 Prozent von 1,6 auf 2,3 Milliarden Dollar.

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