Anzeige
"Tagesspiegel"

"Tagesspiegel"-Chefredakteur Maroldt: Keine konkreten Pläne für den Print-Ausstieg

Das Berliner Traditionsblatt "Tagesspiegel" wird ab Juli als überregionales Medium geführt und setzt stark auf digitale Newsletter für lokale Nachrichten, aber auch auf Spezialdienste für ein Fachpublikum. Chefredakteur Lorenz Maroldt vermutet, dass es ab 2027 keine gedruckte Version mehr gibt. Konkrete Pläne dafür existieren aber nicht.

KNA Mediendienst20.06.2024 06:54
"Tagesspiegel"-Chefredakteur Maroldt: Keine konkreten Pläne für den Print-Ausstieg
Lorentz Maroldt sieht das Ende von Print kommen - Foto: Imago / serienlicht

Der Berliner "Tagesspiegel" wird nach der Erwartung seines Chefredakteurs Lorenz Maroldt in drei Jahre vermutlich keine tägliche gedruckte Ausgabe mehr haben. "2027 wird keine tägliche Zeitung mehr auf Papier erscheinen, das gilt nicht nur für den 'Tagesspiegel'", sagte Maroldt am Mittwoch bei einer Anhörung des Medienausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses zur Lage des Lokaljournalismus. "Konkrete Pläne zur Einstellung des gedruckten 'Tagesspiegel' gibt es nicht", sagte Maroldt im Anschluss dem KNA-Mediendienst. Allerdings würden nach seiner Meinung Zeitungen, wenn überhaupt, nur noch am Wochenende gedruckt erscheinen, so Maroldt weiter.

Anzeige