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Auch "Bild"-Chefredakteure auf iranischer Sanktionsliste

Der Iran veröffentlichte im Zusammenhang mit den anhaltenden Protesten im Land am Mittwoch eine Sanktionsliste gegen Politiker, Institutionen, Unternehmen und Medien. Auch die "Bild"-Chefredaktion wird dort aufgeführt.

Meedia Redaktion27.10.2022 08:14
"Bild"-Chefredakteur Johannes Boie -
"Bild"-Chefredakteur Johannes Boie - Foto: Axel Springer

Die "Deutsche Welle", die mit ihrer Farsi-Redaktion - also der persischsprachigen Abteilung der "DW" - ebenfalls auf der Liste auftaucht, hatte bereits mit deutlichen Worten auf die neue Eskalation reagiert. "Das Regime im Iran bedroht bereits seit längerer Zeit unsere Kolleginnen und Kollegen in der Farsi-Redaktion und ihre Familien. Das ist nicht hinnehmbar", hatte DW-Intendant Peter Limbourg laut einer Mitteilung gesagt (MEEDIA berichtete).

Neben der "Deutschen Welle" finden sich auch der "Bild"-Chefredakteur Johannes Boie und seine Kollegin Alexandra Würzbach auf der Liste wieder, die laut dem iranischen Regime als Reaktion auf Strafmaßnahmen gegen das Land erstellt wurde. Boie verstand dies als Bestätigung der Arbeit des Boulevardblatts. Auf Twitter schrieb er: "Die Angst vor freier Presse und die Wut über unsere Iran-Berichterstattung muss grenzenlos sein."

Der Terrorstaat Iran hat meine Kollegin Alexandra Würzbach & mich auf eine Sanktionsliste gesetzt. Die Angst vor freier Presse und die Wut über unsere Iran-Berichterstattung muss grenzenlos sein. @bild https://t.co/wsrUrylZqs

— Johannes Boie (@johannesboie) October 26, 2022

Das iranische Regime wirft den sanktionierten Personen und Unternehmen die "Unterstützung von Terrorismus" vor - gemeint ist die freie Berichterstattung über die anhaltenden Proteste gegen die massive Unterdrückung durch die Regierung. Die Sanktionen umfassen Einreisesperren, zudem sollen etwaige Vermögen durch iranische Behörden eingefroren werden können.

th

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