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OneFootball: Die Nutzer brauchen die Kontrolle

Die Fußball-Saison ist vorbei? Nicht für OneFootball, denn jetzt wollen die User der App wissen, wie die Nationalmannschaften spielen, welche Transfers ihr Lieblingsverein tätigt und welcher Trainer fliegt. Diese Information ist den Nutzern so wichtig, dass sie der App erlauben, über den Homescreen mit ihnen zu kommunizieren.

Frank Puscher07.06.2022 14:02
„Wir haben großes Glück, denn tatsächlich haben 90 Prozent unserer Nutzer Push-Benachrichtigungen aktiviert“, freut sich Ismail Alshareef –
„Wir haben großes Glück, denn tatsächlich haben 90 Prozent unserer Nutzer Push-Benachrichtigungen aktiviert“, freut sich Ismail Alshareef – Foto: Onefootball

OneFootball ist Fußball pur. Neben Berichten über die Bundesligen und Nationalspieler widmet sich der Dienst auch sehr vielen internationalen Ligen. Jetzt, wo in Europa nur noch die Nationalteams unterwegs sind, steht zum Beispiel die brasilianische Série A im Fokus. Und die gibt es nicht nur in Textform, sondern auch in einer üppig bestückten Videothek und per Livestream, sofern ein offenes Streaming-Format zur Verfügung steht.

Der Ansatz ist nicht wahnsinnig originell und der Wettbewerb im Fußballmarkt ist intensiv – inklusive der Platzhirschen wie "Kicker" oder "Bild" und der öffentlich finanzierten Sender ARD und ZDF. Folglich muss es das ständige Bestreben von OneFootball sein, die bessere User Experience zu bieten. Zu diesem Zweck setzt man das SDK (Software Development Kit) von Airship ein (MEEEDIA berichtete). Damit lassen sich auf einen Schlag eine Vielzahl von Kommunikationsmöglichkeiten in der App aufschalten und – dort wo es sinnvoll ist – auch automatisieren.

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Herr Elshareef, was bedeutet das Engagement in der App für Sie?

Ismail Elshareef: Der Ansatz von OneFootball konzentriert sich ausschließlich darauf, den Nutzer - den Fußballfan - an die erste Stelle zu setzen. Die Zufriedenheit der Nutzer ist das Wichtigste für uns. Wenn sie mit unserer App-Experience und unserem Content-Angebot zufrieden sind, kehren sie in die App zurück und beschäftigen sich mit unseren Inhalten. Unser wachsender Kundenstamm von Millionen von monatlich aktiven Nutzern ist der Beweis. Engagement ist unser Mittel zum Erfolg.

Onefootball
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Der Homescreen als Kommunikationsplattform ist Gold wert für die Kundenbindung- Foto: Onefootball / Screenshot

Wie wird das gemessen?

Wir messen Engagement auf verschiedene Arten. Im Durchschnitt kommen unsere Nutzer 50 bis 60 mal im Monat auf die Plattform zurück und verbringen dort drei bis sieben Minuten. Konsumiert werden hauptsächlich Inhalte in Form von News-Artikeln, Videos, Live-Ergebnissen und Statistiken. Um Ihnen ein Beispiel zu geben, allein die letzten Tage der der zurückliegenden Saison führten zu unglaublichen 61,8 Millionen gelesenen News und 2,6 Millionen Videoaufrufen. Die neue Generation von Fußballfans bekommt einfach nicht genug: Sie wollen mehr Inhalte und mehr Flexibilität, um das Spiel, das sie so sehr lieben, zu genießen – wann und wo immer sie sind. Reibungslos und in Echtzeit.

"Wir glauben, dass es ein wichtiger Schritt ist, den Nutzern die Kontrolle über ihre Daten zu geben – in welcher Form auch immer."

Haben Sie darüber nachgedacht, Kommunikationstools selbst zu entwickeln oder sind Sie direkt zu Airship gegangen?

Wir haben mehrere Angebote von verschiedenen Anbietern getestet um die besten Kommunikationstools zu identifizieren, die es uns ermöglichen unsere Nutzer bestmöglich zu binden. Dabei haben wir schnell herausgefunden, dass die Plattform von Airship unvergleichbar ist: Von Push über In-App-Nachrichten bis hin zu E-Mails, alles mit der Möglichkeit, Zielgruppen zu segmentieren, erfüllt das Toolkit von Airship alle unsere Anforderungen in einer Lösung.

Was haben Sie ausprobiert, was hat nicht funktioniert, was hat am besten funktioniert?

Airship bietet eine nahtlose Lösung, die sehr einfach zu implementieren ist. Das ist der Schlüssel. Das SDK ermöglicht es uns, die App-Experience für jeden einzelnen Nutzer basierend auf der Segmentierung und der richtigen Wahl der Kommunikationskanäle anzupassen. Dies hat im Laufe der Jahre sehr gut funktioniert und sich als wichtiger Erfolgstreiber erwiesen. Es gab eigentlich nichts, was gar nicht funktioniert hat. Das kann aber auch daran liegen, dass wir uns intensiv mit den Nutzern und auch dem Thema Fußball auseinandersetzen. Vielleicht haben wir da ein gutes Gespür.

Wie gehen Sie heute mit Push-Nachrichten in der App um in Sachen Häufigkeit und Personalisierung?

Wir haben großes Glück, denn tatsächlich haben 90 Prozent unserer Nutzer Push-Benachrichtigungen aktiviert. News zu liefern, ist Teil unseres Versprechens und die Fußballfans kommen dafür zu uns. Sie verlangen Echtzeitinformationen und es gibt einfach keinen besseren Weg, als dies über die App zu tun. Das unterscheidet uns von vielen andere Unternehmen. Natürlich darf man es nicht übertreiben, man muss die richtige Balance finden. Deshalb analysieren wir die Öffnungsraten und die Performance unserer Push-Benachrichtigungen sehr sorgfältig. Die Echtzeit-Reporting-Daten sind äußerst wertvoll und unterstützen uns dabei, die richtigen Entscheidungen zu treffen, wenn es um die Segmentierung von Zielgruppen geht. In-App-Nachrichten haben sich als sehr nützlich erwiesen, um Fan-Umfragen durchzuführen und Benutzer über neue Produktfunktionen wie unser sich ständig weiterentwickelndes OTT-Live-Stream-Angebot zu informieren. Sie helfen uns, die nächste Stufe der Product Experience zu erreichen.

Und das große Bild: Hat Apples ATT-Update Ihnen geschadet?

Wie bei vielen Unternehmen gab es Herausforderungen rund um programmatische Werbung, aber im Allgemeinen sind wir stolz darauf, nutzerorientiert zu sein und auf der Seite der Fans zu stehen. Wir priorisieren die Privatsphäre der Kunden und alle Informationen, die unsere Nutzer uns geben – sie sind für uns von größter Bedeutung. Wir glauben, dass es ein wichtiger Schritt ist, den Nutzern die Kontrolle über ihre Daten zu geben – in welcher Form auch immer.

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