re:publica 2019: der schmale Grat zwischen politischem Idealismus und homogener Netzblase
In Zeiten von Klimaprotesten, Demokratie-Verdruss und Urheberrechtsreform ging es bei der re:publica19 um die großen Probleme der jungen Generation. Die 13. Ausgabe der Digitalmesse war politischer denn je. Das ist Folge einer sich wandelnden Gesellschaft – und birgt doch Gefahren. Eindrücke von drei Tagen in Berlin.
Gleich zu Beginn ist vieles anders als sonst. Eine große Schlange bildet sich vor dem Saal 1 der „Station Berlin“ in Kreuzberg. Sicherheitsleute mustern die Teilnehmer. Sie kontrollieren die Rucksäcke und wollen sehen, ob ihre Laptops funktionieren. Und während hunderte Teilnehmer gar nicht mehr in den überfüllten Saal kommen, ergreift Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf der Bühne das Wort.